Am Freitag, den 25. August 2023, versammelten wir uns um 14:00 Uhr (zum Schichtwechsel) mit 15 Personen vor dem Klinikum Olvenstedt in Magdeburg, für unsere dritte Kundgebung zum Thema „Gesundheit ist keine Ware!“ als Teil der Sozialrevolutionären Offensive.
Mit zwei Transparenten (eines zum Thema „Gesundheit ist keine Ware!“ und das Andere in Solidarität mit den Streiks der Beschäftigten im öffentlichen Dienst) positionierten wir uns vor dem Eingang des Krankenhauses (natürlich mit gewisser Distanz, um die Beschäftigten und Patient:Innen des Krankenhauses nicht zu belästigen), verteilten Flugblätter, verlasen mehrfach zwei Redebeiträge, spielten Musik und versuchten mit Krankenhauspersonal, Besucher:innen und Patient:Innen, welche kamen oder gingen, ins Gespräch zu kommen.
Ob Besucher oder Personal des Krankenhauses, die Resonanz auf die Aktion war durchweg Positiv. Unsere Flugblätter schafften es sogar bis in die Pausenräume der Belegschaft. Diese forderte uns zudem auf, den Druck zu erhöhen. Dass wir in knapp zwei Stunden all die 200 Flugblätter verteilten, die wir dabei hatten, zeigt deutlich wie groß das Interesse an dem Thema ist.
In Diskussionen mit den Menschen wiesen wir außerdem daraufhin, dass wir mit der Kampagne versuchen, die verschiedenen sozialen Kämpfe miteinander zu verknüpfen. Um etwas gegen die Abwelzung der Probleme auf uns Arbeiter:Innen und Arbeitslose, also das Proletariat, zu unternehmen. In diesem Rahmen gehen wir mit Kundgebungen nicht nur vor Krankenhäuser, sondern auch vor Lebenshilfewerkstätten und die SWM, organisieren Volksküchen, verteilen Lebensmittel, bieten Rechts- und Sozialberatungen und verschiedene andere Selbsthilfeangebote an. Außerdem entwickeln wir über einen Podcast und verschiedene Veröffentlichungen, ob gedruckt oder im Netz, Gegenstandpunkte. All diese Kämpfe tragen wir außerdem am 1. Mai und dem 3. Oktober geballt auf die Straße.
Das Klatschen der Menschen an der gegenüberliegenden Bushaltestelle, zum Ende des Redebeitrages von der Gruppe frauenkampftag_sfo, bei dem eine Genossin von den Problemen in ihrer Ausbildung in der Pflege berichtete, werteten wir als Zustimmung. Eine Frau meinte zur Beseitigung der Probleme reiche es, richtig zu wählen. Damit war wie sich herrausstellte die AfD gemeint, welche aber in unseren Augen die Neoliberale Umstrukturierung noch autoritärer durchsetzen wird. Es sei hier von unserer Seite noch einmal klar betont, dass es keine rechten Krisenlösungen gibt. Sondern das ein Wahlerfolg dieser Partei die soziale Abwärtsspirale und die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben nur noch beschleunigen wird.
Ein paar Menschen haben uns darauf angesprochen, dass das Thema der Kundgebung wichtig sei und sie auf eine Veränderung hoffen. Dass sie allerdings auch den Glauben daran verloren haben, dass Protest etwas ändert. So meinte zum Beispiel eine Angestellte, dass die letzte Welle an Demonstrationen in Corona-Zeiten auch nichts gebracht hätten. Mit dieser Aussage wurde deutlich, dass unsere Klasse die Notwendigkeit sieht Strukturen aufzubauen, welche den Protest der Menschen in Richtung Widerstand führen. Es reicht nicht aus zu fordern, sondern es müssen Wege gefunden werden, wie wir als Träger:Innen dieser Gesellschaft zu unserem Recht kommen. Dem stimmen wir zu, weshalb wir wie erwähnt mittels der Sozialrevolutionären Offensive, Bewegung in die Sache bringen wollen, und uns mit den Beschäftigten austauschen und ihren Widerstand unterstüzen. Wir wollen Ansätze für einen gemeinsamen Widerstand finden. Aus unserer Sicht ist der einzige Weg dahin, eine Bewegung aufzubauen in der sich die verschiedenen Initiativen gegenseitig unterstützen und aufeinander beziehen. Denn nur so können wir unsere Schwäche im Klassenkampf überwinden. Dass eine Beschäftigte des Krankenhauses meinte, sie werde unsere Flugblätter auf ihrem Instagram-Kanal posten, können wir als einen ersten Schritt für soetwas sehen. Der Weg ist eindeutig noch sehr lang, aber mit dieser Kundgebung haben wir wieder ein paar Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir möchten uns noch bei allen Helfer:Innen, Unterstüzer:Innen und interessierten Menschen mit denen wir ins Gespräch gekommen sind bedanken. In der Hoffnung, dass weitere Menschen die Notwendigkeit erkennen, dem Klassenkampf von oben, der uns in die Armut treibt, etwas entgegenzustellen und sich deswegen an den Aktivitäten der Sozialrevolutionären Offensive beteiligen, werden wir weiter machen.
Gesundheit ist keine Ware – Gesundheitswesen in Öffentliche Hand!
Solidarität mit den Streiks des öffentlichen Dienstes!
Gegen die Diktatur der Banken und Konzerne – Für Frieden, Freiheit und Sozialismus!






