Auswertung: Kundgebungen „Gesundheit ist keine Ware!“

Am Freitag, den 21. April 2023, führten wir eine Kundgebung vor der Pfeifferischen Stiftung durch. Dies war derAuftakt der Sozialrevolutionären Offensive Magdeburg. Die Kundgebung vereinte zwei Themen unser Kampagne, das Thema der profitorientierten Krankenhäuser oder besser gesagt Gesundheitsversorgung und dem damit verbunden Krankenhaussterben sowie der Unterbezahlung von Menschen mit Handicap in den Lebenswerkstätten.
In der Vorbereitung war die Mutter einer Betroffenen involviert. Mit selbsgebastelten Schildern unterstüzten sie uns vor Ort mit ihrer Familie.
Desweiteren solidarisierten sich spontan zwei Mitarbeiterinnen der Lebenswerkstatt mit unserer Aktion und stellten sich zu uns mit einem eigenen Banner. So waren insgesamt 17 Menschen an userer Kundgebung beteiligt. Durch das Verteilen von Flugblättern machten wir auf unser Anliegen aufmerksam, stellten unsere Forderungen und kamen außerdem ins Gespräch mit den Mitarbeiter:innen. Aus unserer Sicht war die Aktion ein Erfolg, auf dem wir aufbauen können. Wir schafften es mit Menschen in Kontakt zu treten, welche versuchen sich gegen die Probleme des Kapitalismus zu wehren. Unser Ziel ist es, gerade den proletarischen Widerstand zu sammeln und zu vereinen, um dadurch unseren Forderungen besser Gehör zu verschaffen. Das bestätigte eine Mitarbeiterin vor Ort mit den Worten „Bis jetzt war ich eine Einzelkämpferin“. In der Hoffnung, dass weitere Aktionen so eine gute Resonanz bekommen, planen wir unsere nächsten Schritte.
Die Ankündigungen für die nächsten Kundgebungen werden folgen.

Am 16. Juni 2023 führten wir unsere zweite Kundgebung zum Thema „Gesundheit ist keine Ware“ im Rahmen der Kampagne der Sozialrevolutionären Offensive durch. Diese fand diesmal vor dem Uniklinikum in Reform statt. Mit 7 Genoss:innen positionierten wir uns mit unserem Transparent vor dem Eingang, spielten Musik, verteilten Flyer, verlasen unsere Redebeiträge und suchten das Gespräch mit den Beschäftigten und Besucher:innen des Krankenhauses. Die Redebeiträge beschäftigten sich mit dem bundesweiten Krankenhaussterben, den Auswirkungen dessen auf die Menschen in Sachsen-Anhalt im Allgemeinen und auf das Krankenhaus in Reform im Spezifischen. Der Beitrag der Genossin des frauenkampftag-sfo thematisierte ihre Arbeitssituation als Auszubildende in der Pflege und die Probleme, welche die kapitalistische Verwertungslogik dort produzierte. Wir verteilten 50 Flugblätter, welche aber zu wenig waren, da sie ziemlich schnell alle waren. Wir haben also wieder klar gesehen, dass diese Thematik für Menschen wichtig ist. Gerade ältere Menschen fanden es sehr gut, dass jemand etwas zu dem Thema macht und dass sie auf eine Änderung hoffen, während jüngere Menschen kommentierten, dass es doch normal ist schlecht bezahlt zu werden. Haben ältere Menschen ihre Ausbeutung mehr satt oder jüngere Menschen die Hoffnung auf Veränderung verloren? Schwer zu sagen. Wir hoffen aber, dass unsere Initiativen es schaffen der Resignation entgegenzutreten, welche sich durch Jahre des neoliberalen Vormarsches entwickelt hat. Längere Gesprache und Diskussionen entstanden mit einem Krankenhausmitarbeiter und einem interessierten Passanten. Was sich klar gezeigt hat, ist, dass die Kundgebungen vor den Krankenhäusern zwar eine gute Idee sind, aber wir mit den Beschäftigten eine Front gegen das Krankenhaussterben und gegen die profitorientierte Gesundheitsversorgung aufbauen müssen, wenn wir wirklich Veränderungen in diesem Thema erreichen möchten. Wir bleiben selbstverständlich an dem Thema dran und hoffen, dass ihr euch an unseren nächsten Kundgebungen vor dem Krankenhaus, am Freitag den 25. August 2023 in Olvenstädt beteiligt, wenn euch das Thema unter den Fingernägeln brennt.

Auch Menschen mit Handicap haben ein Recht auf Gleichberechtigung!
Sie brauchen keine Beschützer:innen, sie brauchen gleiche Rechte!

Gesundheit ist keine Ware – Gesundheitswesen in öffentliche Hand!

Solidarität mit den Streiks des öffentlichen Dienstes!

Gegen die Diktatur der Banken und Konzerne – Für Frieden, Freiheit und Sozialismus!